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Stadtlogo ist Identitätsfrage: pro Altenburg bringt Antrag zur Überarbeitung ein

Über 21.700 Aufrufe508 Reaktionen und zahlreiche persönliche Zuschriften – darunter sogar eigene Logo-Entwürfe – haben uns erreicht.

Für dieses außergewöhnliche Engagement bedanken wir uns ausdrücklich bei allen, die sich eingebracht haben.
So sieht Bürgerbeteiligung aus: direkt, klar und mit Herz für Altenburg.

Die Fraktion pro Altenburg wird in der kommenden Sitzung des Stadtrates einen Antrag zur Überarbeitung des neuen Corporate Designs der Stadt Altenburg einbringen. Ziel ist die Einbindung der Skat-Symbolik in das Stadtlogo unter formeller Beteiligung und Beschlussfassung des Stadtrates.

Hintergrund ist die Antwort der Stadtverwaltung auf die umfangreiche Anfrage zur Neugestaltung des Logos. Darin wird die formale Zuständigkeit des Oberbürgermeisters für das Corporate Design betont. Diese Zuständigkeit wird nicht in Frage gestellt. Gleichzeitig ist jedoch festzuhalten: Ein Stadtlogo geht weit über eine reine Behördenkennzeichnung hinaus.

„Ein Stadtlogo ist Ausdruck unserer Identität. Es repräsentiert nicht nur die Verwaltung, sondern die gesamte Stadtgesellschaft“, erklärt Peter Müller, Fraktionsvorsitzender von pro Altenburg.

Nach Angaben der Verwaltung wurde im Vergabeverfahren bewusst auf inhaltliche Vorgaben verzichtet. Eine Jury habe entschieden – jedoch nicht der Stadtrat als gewähltes Vertretungsorgan der Bürgerschaft.

Bereits unter dem langjährigen Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) gab es einen Vorstoß, die Skat-Symbolik aus dem Logo zu entfernen. Dieser stieß im Stadtrat auf erheblichen Widerstand und wurde letztlich nicht umgesetzt. Auch damals wurde deutlich: Bei identitätsprägenden Fragen ist eine politische Beschlussfassung geboten.

Die öffentliche Resonanz ist eindeutig: Von 508 Teilnehmern einer offenen Online-Abstimmung auf der Facebook-Seite von pro Altenburg sprachen sich 506 Stimmen für eine Einbindung der Skat-Symbolik aus.

Altenburg gilt als Wiege des Skatspiels. Das Skatspiel wurde 2016 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen und stellt ein bundesweit anerkanntes Alleinstellungsmerkmal dar.

Mit Blick auf die Landesgartenschau 2032 bietet sich eine besondere Gelegenheit, Altenburg als Gastgeberstadt selbstbewusst und traditionsbewusst zugleich zu präsentieren.

„Unser Antrag ist kein Rückschritt, sondern eine Weiterentwicklung. Altenburg ist Skatstadt – und das sollte auch im Logo sichtbar sein.“

Jetzt beginnt die politische Beratung.
Wir halten Sie und euch auf dem Laufenden.

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